2019.09.25 - 4.Tag-Riffhopping

Beim Wadi Gimal Divig Center, dass nur wenige Gehminuten südlich von unserm Hotel liegt, haben wir für heute eine Schnorcheltour gebucht. Dabei werden je nach Wetterlage drei verschiedene Riffs angefahren.





Um 8:30 ging die Fahrt los und nach ca. 40 Min. Fahrt hatten wir das erste Riff erreicht. Dort gab es
einen fix vorbereiteten Ankerplatz, sodass nicht jedesmal Korallen durch den Schiffsanker zerstört werden.
Mit dem Zodiac ging es um das halbe Riff herum. Dort hüpften wir ins Wasser und schnorchelten in ca. 45 Min wieder zurück zum Boot.





Kaum hatten wir die Köpfe unter Wasser, waren wir in einer Korallenwunderwelt. Noch bunter und abwechslungsreicher waren hier die Korallengebilde. Dass es am Riffrand noch ziemlich die Tiefe ging, war auch ein netter Kick.







Aber auch die Fische konnten sich sehen lassen. Nicht so viele wir wir eigentlich vermutet haben, aber doch in großer Zahl. Mal allein und dann wieder im großen Schwarm.







Leider fanden wir auch einen großen Plastiksack zwischen den Korallen. Unser Guide tauchte ab, löste den Sack vorsichtig aus den Korallen und nahm ihn zur Entsorgung mit auf das Boot.



Als wir alle wieder beim Boot angekommen waren, schrie unser Guide plötzlich: 'Delphine'. Und tatsächlich. Ganz nah beim Boot hüpften zwei Delphine aus dem Wasser. Leider nur einmal und leider zu schnell für jede Kamera. Dann waren sie wieder verschwunden.


Auf dem Weg zum zweiten Riff brachte unser Zodiacfahrer frisch gefangenen Fisch vorbei. Der wird dann bei der nächsten Bootstour verspeist. Dann flitzte er zur Ankerstelle des zweiten Riffes um alles vorzubereiten.





Das Riff liegt etwas vor einer Sandbank und ist von wunderbar klarem, in verschiedenstem Blau schimmernden Wasser umgeben.





Hier gingen wir vom Schiff direkt ins Wasser um zuerst die eine Riffseite zu erkunden, dann die Sandbank besuchen und schließlich auf der anderen Riffseite entlang wieder zum Boot zurück zu schnorcheln.
Auch dieses Riff beherbergt eine großartige Unterwasserwelt die man kaum beschreiben.
Man muss das einfach selbst erleben.
Eine Stunde war einfach zu kurz. Aber ein Tag wahrscheinlich auch.













Auf der Sandbank nisten seltee Vögel, darum darf man sich hier nur kurz aufhalten und nur einen kleinen Teil der Sandbank begehen. Wir nutzten die halbe Stunde um uns im weichen Sand und dem brühwarmen Wasser etwas auszuruhen.







Bevor es zum letzten Riff ging, bekamen wir ein köstliches Mittagessen. Wir genossen es richtig und machten noch einen wehmütigen Blick zurück auf dieses wunderschöne Stückchen Erde.






Auch bei dem dritten Riff brachte uns das Zodiac um das halbe Riff herum. Von der Strömung ließen wir uns wieder bis zum Boot zurücktreiben.
Waren die beiden anderen Riffe schon außergewöhnlich schön, so erlebten wir jetzt noch mehr. Die Korallenwelt glich jener auf den zwei anderen Riffen, doch hier gab es viel mehr Fische. Sogar unser Guide, der diese Tour schon oft gemacht hat, war ganz aus dem Häuschen. So viele Fische in so riesigen Schwärmen hatte unser Guide noch nie gesehen.










Als krönenden Abschluss konnten wir noch eine riesiege, ca. 3 Meter lange Muräne ein Stück durch den Korallendschungel folgen.




Ein toller Ausflug, der uns bestimmt noch lange in positiver Erinnerung bleiben wird.



2019.09.24 - 3.Tag-schnorcheln*2

Heute haben wir es endlich geschafft zwei Schnorchelgänge zu je ca. 45 Min zu absolvieren.
Wie es sich gehört, schön aufgeteilt. Einen am Vor- und den anderen am Nachmittag.

Beide Male besuchten wir das gleiche Riff und beide Male schnorchelten wir die gleiche Strecke.
Wir gingen von den Liegen etwas nach Norden und dann dort ins Wasser. Schwammen dann gerade hinaus um dann in ca. in der Mitte auf das Riff zu treffen. Jetzt gegen die Strömung nordwärts dem Riff entlang, um die Nordspitze herum und dann die ganze Außenseite des Riffes entlang bis zur Südspitze. Von dort wieder gerade zurück zum Strand.

Es war noch immer windig und gegen die Strömung zu schwimmen nicht ganz leicht. Aber dafür war es um so schöner sich von der Strömung abwärts treiben zu lassen.

Am Innenriff war die Sicht nicht besonders, jedoch am Außenriff wesentlich besser. Es dauerte nicht lange und wir sahen wieder unseren Lieblingsrochen und seine aufgeblasene Begleitung.





Besonders beeindruckte uns wieder die große Vielfalt der Korallen.
Einige standen mehr oder weniger allein in der Gegend herum.







Die meisten Korallen bildeten jedoch ein farbenfrohes, einzigartiges Riffgebilde. Jede Farbe,
jede Form war hier vertreten und man wird nicht müde immer wieder Neues zu entdecken.






Aber auch jede Menge an verschiedenartigen Fischen tummelte sich rings um uns.
Oben, unten, links, rechts.
Immer gab es etwas interessantes zu sehen. Und wir haben es wieder sehr genossen.

Ob dick oder dünn, alles war heute vertreten.




Jeder ist auf seine Art schön und faszinierend.







2019.09.23 - 2.Tag-fast ein Drama

Morgens (kurz vor 7:00h) war es wieder windig, aber wir versuchten trotzdem ein wenig zu schnorcheln.
Wir packten alles, gingen eine Liege suchen und machten uns schön langsam fertig. Rings um uns herum bereiteten sich ebenfalls einige Urlauber vor, während andere schon im Wasser waren.

Plötzlich kam irgendwie Hektik auf. Eine soeben aus dem Meer kommende, wild gestikulierende Frau schrie etwas zu dem Bootsführer der Surfschule und deutete auf das Meer hinaus. An einer Boje hing ein Mann der ebenfalls winkte und offensichtlich ein Problem hatte.
Während der Bootsführer sein Boot startklar machte, kamen zwei Boys von der Strandbadetuchausgabe sprangen ebenfalls in das Boot und schon ging es zum Mann an der Boje.
Da es nicht sonderlich weit draußen war, waren sie schnell bei ihm und versuchten ihn ins Schlauchboot zu hieven. Nach einigem Gezerre von innen und kräftigem schubsen vom Wasser aus, landete der Mann im Boot.
Kurz darauf waren alle wieder am Strand und der Mann konnte selbstständig an Land gehen.
Auf Nachfrage meinte der Mann, dass er plötzlich Atemprobleme gehabt hat und keine Luft mehr bekommen habe. Jetzt ging es ihm aber schön langsam wieder besser. Er meinte, dass er seine morgendlichen Pillen nicht genommen und kein Frühstück gegessen habe.

Nun kamen noch ein paar Hotelangestellte um sich nach dem Befinden des Mannes zu erkundigen. Ihm ging es von Minute zu Minute besser, aber seine Frau machte einen schlechten Eindruck. Sie hatte die Probleme ihres Mannes im Wasser mitbekommen und war so schnell es ging an Land geschwommen. Dabei hat sie sich natürlich etwas übernommen und zusammen mit der Aufregung war sie jetzt ziemlich mitgenommen.
Beide gingen zu ihren Liegen und wir konnten noch beobachten, wie sie kurze Zeit später einschliefen.

Uns war jetzt nicht so richtig nach schnorcheln. Wir planten um und gingen lieber frühstücken. Später
trafen wir dort das Pensionistenpaar wieder und beide waren nun wieder wohlauf.

Den Rest des Vormittags verbrachten wir am Strand und erst nach dem Mittagessen machten wir am späteren Nachmittag einen Schnorchelgang. Der Wind hatte sich ein wenig beruhigt, aber es herrschte noch immer eine kräftige Südströmung. Daher beschlossen wir bis zu der etwas südlich gelegen Tauchbasis zu schnorchen.Oder besser gesagt uns dorthin von der Strömung treiben zu lassen.

Die Sicht war nicht optimal aber immerhin besser als gestern. Und als ersten Fisch sahen wir jenen,
der Franz zwei mal gezwickt hatte.




Die Strömung trug uns kräfteschonend in Richtung Ziel. Wir brauchten nur ein paar Richtungskorrekturen machen, damit wir immer entlang des Riffes dahin trieben und die schöne Unterwasserwelt beobachten konnten.





Kurz vor der Tauchbasis trafen wir auf einen Rochen. Der Blaupunktrochen lag zuerst fast vollständig im Sand vergraben da, buddelte sich allerdings danach aus.
Wahrscheinlich deshalb, damit wir ihn schöner fotografieren konnten.